Tierzahlen runter, und zwar gerecht!

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Im November 2023 fand unsere Konferenz „Tierzahlen runter, und zwar gerecht!“ in Berlin statt. Über 130 Vertreter*innen aus Wissenschaft, Praxis, Politik und Zivilgesellschaft kamen zusammen, um über Maßnahmen und Strategien für die Transformation der Landwirtschaft zu diskutieren.
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Dieses Vorhaben wurde als Teil der Reaktion der Union auf die Covid-19-Pandemie finanziert.

Strategien für die sozial-ökologische Transformation der Landwirtschaft

17.–19. November 2023
Franz-Mehring-Platz 1 in Berlin.

Ein Wochenende lang haben wir in Berlin mit über 130 Vertreter*innen aus Wissenschaft, Politik, Praxis und Zivilgesellschaft über die dringend notwendige Transformation der Landwirtschaft diskutiert, insbesondere über Maßnahmen und Strategien für den Abbau der Tierzahlen.

Warum diese Konferenz?

Deutschland bleibt eine Hochburg der Fleisch- und Milchproduktion, obwohl die fatalen Auswirkungen längst bekannt sind: Klimagase, Tierleid, Gesundheitsgefahren, globale Ungerechtigkeit – die Liste der Probleme ist lang und der Handlungsbedarf ist groß. Auch die Landwirt*innen brauchen dringend zukunftsweisende Perspektiven.

Klar ist: Die Tierhaltung muss reduziert werden, so schnell wie möglich. Mehrere der globalen Nachhaltigkeitsziele (SDGs) lassen sich nur so erreichen (mehr dazu). Um planetare Grenzen einzuhalten, bedarf es laut Planetary Health Diet einer Reduktion um mindestens 75 Prozent. Tierrechtler*innen fordern die komplette Abschaffung. Doch die Ampelregierung tritt bei diesem Thema auf der Stelle und in der gesellschaftlichen Debatte hat es noch längst nicht die Brisanz erreicht, die es verdient.

Mit der Konferenz „Tierzahlen runter, und zwar gerecht!“ haben wir Akteur*innen aus unterschiedlichen Kontexten zusammengebracht, für Vernetzung gesorgt und über ein spannendes Programm Wissensaustausch gefördert.

Foto: Hendrik Hassel

Wie war es?

Stimmen von Teilnehmenden:

„Die Beiträge sind super, die Referierenden sind super und ich freue mich wirklich, dass ich an diesem Wochenende nach Berlin gekommen bin.“
Alina Gieseke, Förderkreis biozyklisch-veganer Anbau

„Ich glaube, dass das eine ganz wichtige Veranstaltung ist (…), weil es eben auch eine Möglichkeit ist zu netzwerken und hier Akteure und Akteurinnen zusammenkommen, die in meiner Wahrnehmung bisher eher selten im Gespräch waren. Das finde ich eine sehr wichtige und gute Entwicklung.“
Dr. Marcel Sebastian, TU Dortmund

„Die Konferenz ist genial, weil sie extrem viele Akteur*innen zusammenbringt und Lösungen für die wichtigsten Fragestellungen unserer Zeit aufzeigt.“
Matthias Welzel, TransFARMation Deutschland

Auf unserem Blog haben wir das Konferenzwochenende für euch noch einmal zusammengefasst.

Wir haben fast alle Vorträge und Podiumsdiskussionen aufgezeichnet und werden diese in den kommenden Wochen nach und nach veröffentlichen. Links dazu findet ihr dann hier auf unserer Webseite.

 

Außerdem findet ihr die Videos auch auf unserem PeerTube-Kanal:
https://tube.tchncs.de/a/fabakonzepte/video-channels.

Programm

Foto: Hendrik Hassel

Das Konferenz-Programm haben wir hier veröffentlicht:

Die Leitfragen der Konferenz

1

Wie schnell sollen welche Tierhaltungsformen wie weit abgebaut werden – was sind realpolitisch sinnvolle Forderungen, die zugleich den massiven Problemen gerecht werden?

2

Welche Hebel bieten ungenutzte Potentiale – etwa im Ordnungsrecht zu Klima, Umwelt oder Tierschutz oder bei der Vergabe von Fördermitteln?

3

Welche politischen Programme eignen sich, entsprechende Abbauziele zu erreichen – wie unterscheiden sie sich von den Plänen der Ampel, die Gefahr laufen, mit weiteren Investitionen in den Umbau der Tierhaltung hohe Tierzahlen zu stabilisieren?

4

Wie gelingt eine gerechte Transformation, die von zentralen Akteur*innen mitgetragen wird – was brauchen Tierhalter*innen und Beschäftigte, um ein pflanzenbasiertes Ernährungssystem zu unterstützen und mit aufzubauen?

5

Was muss geschehen, damit sinnvolle Programme zum Abbau der Tierzahlen tatsächlich geplant und umgesetzt werden – mit welchen Kampagnen, Aktionen oder Allianzen können wir den politischen Druck erhöhen und zukunftsweisende Veränderungen von unten anstoßen?

Zeitlicher Rahmen

Freitag, 17.11.2023

ab 17 Uhr Anreise

ab 18 Uhr Begrüßung und Abendprogramm mit Snacks

Alle teilnehmenden Organisationen haben die Möglichkeit aktuelle Projekte vorzustellen.

Samstag, 18.11.2023

von 9:30 bis 19 Uhr  Programm inkl. Mittagessen

Anschließend gemeinsames Abendessen

Sonntag. 19.11.2023

von 9 Uhr bis 13:45 Uhr Programm Anschließend

gemeinsames Mittagessen

Konferenzort

Tagungszentrum Franz-Mehring-Platz 1
Münzenbergsaal (1. OG)
Franz-Mehring-Platz 1
10243 Berlin

Anmeldung

Die Konferenz findet im Kongresszentrum Franz-Mehring-Platz 1 in der Nähe des Berliner Ostbahnhofs statt (eine Online-Teilnahme ist nicht möglich). Zur Teilnahme an der Konferenz ist vorab eine Anmeldung erforderlich. Wir bitten dafür um eine E-Mail an konferenz2023@faba-konzepte.de unter Angabe der Organisation bzw. Institution und ggf. mit Hinweisen auf Unverträglichkeiten oder Bedürfnisse hinsichtlich Barrierefreiheit. Anmeldeschluss ist der 31. Oktober.

Der Teilnahmebeitrag beträgt regulär 60 Euro. Nach eigenem Ermessen kann eine Ermäßigung auf 30 Euro in Anspruch genommen werden, außerdem gibt es ein begrenztes Kontingent an kostenlosen Tickets. Der Teilnahmebeitrag kann entweder vorab überwiesen oder vor Ort bar beglichen werden.

Weitere Informationen zur Konferenz-Teilnahme

Teilnehmende erreichen uns auch am Konferenz-Wochenede unter der E-Mail-Adresse konferenz2023@faba-konzepte.de. In Notfällen sind wir auch unter der Telefonnummer 0156 78 97 42 43 erreichbar.

Weitere Informationen zu Hygiene, Barrieren und Awareness im Zusammenhang mit der Konferenz haben wir auf folgender Seite zusammengestellt:

Call for Participation

Einen Teil des Programms gestalten wir mit angefragten Referent*innen. Darüber hinaus freuen wir uns über Einreichungen für weitere Beiträge!

Bitte schicken Sie uns Ihre Ideen für einen Beitrag bis zum 31.08. mit Nennung der Organisation, einem Titelvorschlag und einem Abstract von 100-200 Wörtern zu. Möglich sind Input-Vorträge von 15 bis 45 Minuten oder Vorschläge für die Gestaltung gesamter Slots von 60 oder 90 Minuten (bitte jeweils Wunschdauer angeben).

Da der zeitliche Rahmen begrenzt ist, können eventuell nicht alle eingereichten Beiträge in der Programmplanung berücksichtigt werden. Wir stellen das Programm bis 10.09. zusammen und geben dann Rückmeldung. Referent*innen erhalten die Reisekosten sowie eine Aufwandsentschädigung.

Einladung zur Konferenz
„Tierzahlen runter, und zwar gerecht!“ als PDF.

Foto: Theresa Geissinger

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