

Mit Impulsen von
Die Ernährungssicherheit ist weltweit bedroht: Konflikte und Kriege beeinträchtigen Lieferketten, immer häufigere Extremwetter durch den Klimawandel erschweren Ackerbau und Tierhaltung. Auch in Deutschland gerät die Versorgung zunehmend unter Druck, die Nahrungsmittelpreise steigen und das Risiko für zukünftige Engpässe durch Mehrfachkrisen wächst.
Während etwa in Großbritannien eine stabile Nahrungsversorgung als entscheidender Faktor für die nationale Sicherheit öffentlich stark diskutiert wird, findet diese Debatte aktuell in Deutschland noch zu wenig statt – und wenn, steht oft allein die Frage im Fokus, wie sich die bloßen Produktionsmengen weiter steigern ließen. Übersehen oder übergangen wird, dass eine zentrale Verwundbarkeit unseres Ernährungssystems in den aktuellen Dimensionen der Tierhaltung und den vorherrschenden Ernährungsweisen liegt – eine stärker pflanzenbasierte Ernährung und ein entsprechender Umbau der Landwirtschaft gehören zu den wichtigsten Hebeln für Resilienz und Ernährungssicherheit.
Prof. Dr. Paul Behrens forscht an der Oxford Martin School zur Transformation von Ernährungssystemen und ist eine der wichtigsten Stimmen in der britischen Debatte um die nationale Sicherheit in Anbetracht der Klimakrise (u. a. im „National Emergency Briefing“). In seinem Impuls erklärt er die globalen Entwicklungen und beleuchtet die Chancen, die in einer Umstellung der Ernährungsweisen liegen.
Dr. Claudia Hunecke arbeitet am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung an Themen rund um die Transformation von Ernährungssystemen in Deutschland und global. Sie hat maßgeblich das Konzept „Sustainable and Resilient Agrifood Systems“ (SARAS) der Leibniz-Gemeinschaft mitentwickelt. In ihrem Impuls zeigt sie die Risiken für die Ernährungssicherheit und die Lösungsansätze konkret mit Blick auf Deutschland auf.
Moderation:
Dr. Friederike Schmitz, Fachreferentin bei Faba Konzepte
Konstantinos Tsilimekis, Bereichsleiter Landwirtschaft und Ernährung bei Germanwatch