Ihr seid nun also eine motivierte Gruppe von Menschen, die Lust haben, eine solidarische Kantine aufzubauen? Super! Vermutlich seid ihr voller Tatendrang und wollt schnell loslegen. Es gibt aber einige Dinge, die es im Vorfeld zu klären gilt, um Hindernisse oder Unklarheiten im weiteren Prozess zu vermeiden.

Zukunftsreise #
Wir haben bereits gezeigt, dass es nicht nur ein Quartierskantinen-Konzept gibt, sondern jede Kantine einzigartig ist und verschiedene Charakteristika aufweist. Am Anfang eures Gründungsprozesses müsst ihr euch also konkret überlegen, wie eure Quartierskantine aussehen soll. Wie wäre es, wenn ihr mit einer Zukunftsreise beginnt:
In den „Bildungsmaterialien für eine sozial-ökologische Transformation“ findet sich eine Anleitung für eine gemeinsame Zeitreise in die Zukunft. https://endlich-wachstum.de/method/zeitreise-in-die-zukunft/
Vom Träumen zum konkreten Konzept #
Um ein konkretes Konzept für eure Quartierskantine zu erarbeiten, haben wir einen Lückentext erstellt, der euch helfen kann, eine gemeinsame Vorstellung zu bekommen:
Wir gründen eine Quartierskantine mit dem Namen „_______________________“. Sie soll in __________________ (Bezeichnung des Standorts, bspw. Stadt / Stadtteil / Quartier) entstehen, in Räumlichkeiten ________________________ (eines bestehenden Zentrums / die wir selbst anmieten wollen). In unserer Quartierskantine wollen wir _________________ (bspw. täglich / wöchentlich / monatlich x-mal) Essen ausgeben, und zwar _________________(morgens / mittags / abends). Unser Anspruch ist es, bis zu _____ Menschen auf einmal zu verköstigen – weniger als ______ Gäst*innen wären uns zu wenig. Das Essen wird ausgegeben wie in ________________ (einer Mensa an einer Theke / einem Restaurant mit Bedienung am Tisch). Die Gäst*innen verstehen wir als ____________________ (reine Besuchende / Teil der Community / potentielle Aktive für die Kantine). An den Kochtagen brauchen wir ein Küchenteam von _____ Personen und zusätzlich _____ Helfende, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten.
Unsere Zielgruppen sind ________________________________. Das Essen geben wir ___________________ (kostenlos bzw. spendenbasiert / kostendeckend / zu einem fairen Preis) aus. Das bedeutet, dass der Betrieb der Kantine _________ (maßgeblich / teilweise / kaum) von den Einnahmen der Gäst*innen finanziert wird, und ansonsten versuchen wir die nötigen Mittel über _________________________________ (eine Förderung der Stadt, Crowdfunding, …) zu besorgen.
Bei der Speisezubereitung legen wir besonderen Wert auf _____________________________________ (bspw. komplett veganes Essen / möglichst regionale Lebensmittel / so viel gerettete Lebensmittel wie möglich). Dabei bereiten wir entsprechend unserer Kapazitäten ______________________________ (nur eine Hauptspeise / komplexere Gerichte mit Nachspeise) zu. In der Außendarstellung legen wir den Fokus auf ______________________________ (soziale Teilhabe / Klimagerechtigkeit / Aufklärung und Bildung / und bieten zusätzliche Veranstaltungen und Workshops an).
In der Quartierskantine werden vielfältige Aufgaben anfallen. Die Arbeit soll ________________ (komplett / etwa zur Hälfte / teilweise / so wenig wie möglich) ehrenamtlich getragen sein, entlohnte Stellen _______________________ (soll es keine geben / sollen den Büro-Kram übernehmen / wollen wir so viele wie finanzierbar schaffen). Für die Bewältigung aller regelmäßigen Aufgaben braucht es voraussichtlich ein Team von ______ Personen. Neue Gruppenmitglieder möchten wir durch _________________________ (direkte Ansprache bei unseren Veranstaltungen / breite Werbung über Social Media und Flyer / vorhandene Kontakte aus verwandten Gruppen) gewinnen. Innerhalb der Gruppe treffen wir Entscheidungen _________________________ (im Konsens / Konsent / als Mehrheitsentscheid).
